Turmstation Kunigunde

2018, oder auch: Aller guten Dinge sind drei.

Auch, wenn es hier in den vergangen Monaten ruhig geworden ist: Der obligatorische Jahresrückblick, ein ganz kurzer und erst nach Abschluss des Jahres 2018, soll nicht fehlen. Voilà!

Am Nikolaustag 2018 gebe ich den mittlerweile dritten Bauantrag für Kunigunde ab.
Den dritten?
Ja, genau.

Der erste Antrag wird im Frühjahr 2018 seitens des Bauordnungsamtes der Bundesstadt Bonn final abgelehnt, jedem Engagement – persönlich, via Zeitung oder TV – zum Trotze.
Hier sind die Medien-Auftritte von Kunigunde nochmal zum Nachlesen, Anschauen und Nachhören:
General-Anzeiger vom 31. Januar 2018: “Stadt ist gegen Umbau des Trafohauses in Mehlem”
TV-Lokalzeit Bonn vom 31. Januar 2018: “Posse um Stromtürmchen”
General-Anzeiger vom 8. Februar 2018: “Zukunft der Turmstation Kunigunde weiter offen”
General-Anzeiger vom 16. März 2018: “Ausschuss lehnt Umbau von “Kunigunde” in Mehlem ab”
WDR-Radio-Feature vom 8. Mai 2018: “Neues Leben im Umspannhäuschen”

Über den Sommer gönnen mein Architekt und ich uns eine Kunigunde-Pause. Die freigewordene Energie nutze ich, um meine ganz persönliche Ausmist-Challenge #3Dingeweniger ins Leben zu rufen: Ein Jahr lang will ich täglich 3 Dinge aussortieren, die in meiner Wohnung oder im Keller ungenutzt oder ungeliebt Schränke und Regale verstopfen. Um das auch wirklich jeden Tag zu machen, brauche ich eine Form von “sozialer Kontrolle”, die ich bei Twitter zu finden meine: Seit Beginn der Aktion am 22. August 2018 twittere ich also täglich unter #3Dingeweniger die Dinge, die ich aussortiere, und dokumentiere das mit einem Foto. Mit viel Disziplin und wenig Zeitaufwand (5-10 Minuten reichen!) bin ich heute, am 1. Januar 2019, bei Tag 133 angelangt: 399 Dinge sind also schon bei mir ausgezogen.

Was hat das mit Kunigunde zu tun? Ganz viel: Denn nachdem das “Fahrradies” nun Geschichte ist,  habe ich beschlossen, selbst in mein Minihaus zu ziehen! Doch dafür habe ich definitiv viel zu viel(e) Dinge/Sachen/Krempel in meiner jetzigen Wohnung in Beuel. Also reduziere ich meine Bestände nun auf die Dinge, die später – vielleicht im Herbst 2019? – einen Platz in der umgebauten Turmstation finden werden.

Den zweiten Bauantrag gebe ich am 10. September ab: “Nutzungsänderung einer Trafo-/Turmstation zu einem Wohnhaus” lautet der Titel des Bauvorhabens. Doch schon nach drei Tagen liegt der Antrag wieder in meinem Briefkasten: Die Unterlagen seien unvollständig, so die Begründung. Nun will das Bauordnungsamt Unterlagen haben, die man bei einem kompletten Neubau vorlegen muss, jedoch nicht bei einem Umbau einer bestehenden Immobilie. Nun denn.

Aller guten Dinge sind drei: Am 6. Dezember reiche ich den dritten Bauantrag bei der Stadt Bonn ein.
Ein Mitarbeiter des Bauordnungsamtes nimmt sich die Zeit, die Unterlagen direkt auf Vollständigkeit zu prüfen und holt aus dem Schrank mit vielen riesigen Karten, die dort wie in einem Kleiderschrank hängen, auch den Bebauungsplan Nr. 8414-83 Gemarkung Mehlem. Auf Anhieb sieht alles gut aus! Nun heißt es wieder: Warten und wahlweise beten, hoffen oder ein kooperatives Amt vorfinden, das mich bei dem Erhalt eines Industriedenkmals unterstützt.


Auf ein glückliches neues Jahr, in dem Kunigunde endlich aus ihrem Dornröschenschlaf erwachen möge. Drückt kräftig die Daumen, dass der Bauantrag bald genehmigt wird!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.