Über Kunigunde

Kunigunde im Juni 2016. Ihren Namen hat sie dem Namen der Straße zu verdanken, in der sie steht: Die Kunigundenstraße in Bonn-Mehlem.

Kunigunde ist ein kleines Bauwerk aus der Zeit der Elektrifizierung: Seit Beginn des 20. Jahrhunderts wurden überall im Lande Turmstationen (= Trafohäuser, Trafotürme oder Trafostationen) erbaut, um die Menschen mit Strom zu versorgen. Die bis in die Achtziger Jahre gebauten Turmstationen geben Zeugnis über die Industriearchitektur der jeweiligen Region und Zeit.

Die Transformatoren in ihrem Inneren wandelten den Eingangsstrom in haushaltsüblichen Strom um. Nötig ist diese Spannungsumwandlung auch heute noch. Doch die Turmstationen haben dabei ihre einstige Rolle verloren: Heute liegen die Leitungen meist unter der Erde, die Anlagen sind  kompakter geworden, es bedarf keiner „großen“ Gebäude mehr.

So auch in Bonn-Mehlem: Die 1913 erbaute und in den Fünfziger Jahren um den Anbau erweiterte Turmstation Kunigunde steht seit einigen Jahren leer. Und hier wird nun die Geschichte ihres Upcyclings erzählt.

Bauplan der Turmstation, erstellt am 1. September 1958 zwecks Anbau.