Turmstation Kunigunde

Adieu, mein kleines Fahrradies.

“Ausschuss lehnt Umbau von “Kunigunde” in Mehlem ab” titelte der General-Anzeiger am 16. März 2018.

Diese Nachricht wollte ich in den vergangenen beiden Wochen erst einmal sacken lassen. Denn ganz konkret heißt das: Den Plänen für mein “Fahrradies” (so mein Arbeitstitel*) werde ich wohl damit vorerst Adieu sagen!

Was genau hinter der Idee des Fahrradieses – dem Paradies fürs Fahrrad, für Radfahrerinnen und Radfahrer – steht, könnt ihr in der Präsentation zu meiner Session beim BarCamp Bonn am 24. Februar 2018 sehen: “Turmstation Kunigunde. Wie aus einem kleinen Industriedenkmal aus der Zeit der Elektrifizierung ein Fahrradies wird.”
An dieser Stelle nochmals ein dickes Dankeschön an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer meiner Session beim #bcbn18!

Meinem Fahrradies trauere ich noch hinterher. Hilft aber nichts! Stattdessen gilt:

Aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Neues bauen.

Ich werde eine andere Lösung finden!

P.S. Hier noch einmal das Zitat von Sigrun Scharf aus der Sitzung vom 14. März: „Es kann nicht sein, dass ein Versorgungsträger seine Sachen verscherbelt und damit fein aus der Verantwortung raus ist. Dafür muss die Stadt dann nicht einstehen.“
Dazu möchte ich ergänzen bzw. richtigstellen:
Die Energieversorger wollen ausgediente Turmstationen bzw. Trafotürme grundsätzlich lieber abreißen (und tun es auch weiterhin zuhauf!) statt sie zu “verscherbeln”. Doch mittlerweile gibt es deutschlandweit viele Menschen, die händeringend einen leerstehenden Turm suchen und nachnutzen möchten – häufig als Artenschutzturm, gelegentlich auch für die Wohnnutzung. Die TurmschützerInnen wollen diese Denkmäler aus der Zeit der Elektrifizierung vor dem Abriss retten und als Industriedenkmal erhalten – so viel in aller Kürze zum Hintergrund.
Zudem erwartet wirklich auch niemand, dass die Stadt für irgendetwas “einstehen muss”. Das Risiko für mögliche Hochwasser-Folgen nach einem Umbau liegt ganz allein auf den Schultern von mir.

P.P.S. Ein Dankeschön an Bettina Köhl vom Bonner General Anzeiger für den Beitrag!

* Den Arbeitstitel habe ich Michael Sonnabend aka @ruhrbube zu verdanken, der mir via Twitter den wunderbaren Namen mitteilte. “Fahrradies” war auch mal ein großes Radgeschäft in Essen, das jedoch geschlossen hat.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .